NORWEGEN – Was ich Freunden vor ihrer Reise sagen würde…

Norwegen? Tromsø? Spitzbergen? Und das auch noch im Winter? WUNDERSCHÖN!
Folgendes möchte ich dir mit auf die Reise geben:

  • Pack T-Shirts ein! Ich habe die Innenräume immer, wirklich immer, als überheizt empfunden und bin daher meist kurzärmelig beim Essen gesessen.
  • Hausschuhe mitnehmen! In Norwegen tatscht man nicht mit Straßenschuhen durch die Wohnräume und das gilt auch teilweise in den Unterkünften.
  • Angst vor der Kälte? Die Merinowäsche, die Schuhe mit Lammfell, die Skihandschuhe und sowieso das ganze Skigewand haben gute Dienste getan und schön warm gehalten.
  • Solltest du welche zu Hause haben – Eiskrallen/Spikes für die Schuhe mitnehmen! Andernfalls kann man sie in Norwegen an jeder Ecke kaufen. In Tromsø gibt es zwar teilweise beheizte Gehsteige, aber nicht überall und es ist schon gar nicht überall gestreut. Mit Eiskrallen an den Schuhen bewegt man sich dann doch wesentlich sicherer.
  • Gerade für Spitzbergen empfiehlt sich auch eine Stirnlampe und eine Warnweste dabei zu haben um Abends bzw. in der Polarnacht zu sehen und gesehen zu werden.
  • Norwegen gehört zwar nicht zur EU – dennoch ist es was das Roaming betrifft den EU-Ländern gleichgestellt, d.h. telefonieren und surfen wie daheim.
  • Und Euros nehmen sie auch? Leider nein, aber dafür werden überall auch für kleine Beträge Kreditkarten akzeptiert. Der Wechselkurs ist etwa 10:1, d.h. einfach die letzte Stelle weglassen und du weißt was es in Euro kostet.
  • Vielen Aktivitäten sind ja wetterabhängig – ich würde diese daher auch nicht 3 Monate im Voraus von zu Hause aus buchen, da es dann ein alles oder nichts Spiel sein kann, sondern erst vor Ort bzw. kurz zuvor. Ich hatte ein sehr nettes Telefonat mit der TouristInfo in Tromsø zur Frage wie ausgebucht manche Sachen sind – die haben sehr weitergeholfen!
  • Lies dich in das Thema Norwegen und Polarregion ein! Es gibt so viele wundervolle Bücher dazu, im Winter sind die Tage auch kurz und da hat man Abends viel Zeit zu lesen. Meine Buchempfehlungen folgen in einem weiteren Blog-Beitrag.
  • Fotos von Nordlichtern: Bevor du dich auf die Suche nach Nordlichter begibst, durchforste das Internet nach der Anleitung für das perfekte Nordlichterfoto. Meine Canon hat einen eigenen Fotomodus für Bilder vom Sternenhimmel und der hat auch bei Nordlichtern überzeugende Ergebnisse geliefert. Und – nicht aus der Hand fotografieren, sondern die Kamera auf einem festen Untergrund (die Profilösung wäre natürlich ein Stativ) abstellen!

Ein paar nützliche Apps und Links:
yr.no – die norwegische Wetter-App
Die Wetter-App des Institutes für Metreologie

Norway Lights
Nordlichter-Vorhersage für ein paar neuralgische Orte in Norwegen

Meine Polarlicht-Vorhersage
Polarlicht-Vorhersage weltweit

The Svalbard Guide
App mit Hintergrundinfos zu Spitzbergen, sowie Touren und Aktivitäten

Troms Reise & Troms Mobility
Routenplaner für die Öffis in Tromsø, sowie die App zum Ticketkauf (Tickets kann man auch direkt im Bus kaufen – dort sind sie aber empfindlich teurer)

www.spitzbergen.de
Der Geograph Rolf Stange hat es sich glaube ich zur Lebensaufgabe gemacht alles nur erdenkliche Wissen über Svalbard/Spitzbergen zu sammeln und mit Interessierten zu teilen. Seine Reiseführer „Spitzbergen“ ist so umfangreich und lässt keinen Aspekt der Insel(gruppe) aus – also klare Empfehlung für den Reiseführer. Er teilt die Infos aber auch online.

Nordlichter-Camp vs. Nordlichter-Hunt
Tromsø gilt ja als die Welthauptstadt der Nordlichter. Das behaupten zwar sicher auch Orte in Island, Grönland, Schweden, Finnland und Russland  von sich – aber egal. Wer in den Wintermonaten die Stadt besucht, besucht sie wegen der hohen Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen.
Aber wo und wie sieht man sie nun am Besten? Es braucht – einen wolkenlosen Himmel und einen Ort mit möglicht wenig Lichtverschmutzung. Aber was ist nun besser? Der Besuch eines Nordlichter-Camps mit Glasiglu, Lagerfeuer und anderen Aktivitäten oder ein Nordlichter-Hunt mit dem Bus?
Tja, sagen wir mal so – in einer durchgängig sternenklaren Nacht ist es ganz egal wofür man sich entscheidet. Das Spektakel im Himmel wird atemberaubend sein!
Ist man stationär, also in einem Camp, ist es insgesamt sicher gmiatlicher – aber wenn die Bedingungen an diesem Ort in dieser Nacht nicht optimal sind, kann es sein, dass man nur wenig bis gar nichts sieht.
Ist man mit dem Bus unterwegs, ist es dynamischer, aber dafür wird ein sehr großes Gebiet abgefahren, ständig die Vorhersage überprüft und die Nordlichter richtig gejagt. Was auch noch keine Garantie ist, aber die Chancen deutlich erhöht.
Und wenn es die perfekte Nordlichternacht ist, wird auch bei der Jagd ein schönes Plätzchen gesucht, das Lagerfeuer angezunden, die Rentierfelle ausgerollt, Kakao ausgeschenkt und der Tanz der Nordlichter beobachtet.
Bei der Nordlichter-Jagd muss man sich noch entscheiden, ob man eine private Tour möchte (also nur man selber mit dem Guide), eine Mini-Bus-Tour (also etwa 15 bis 20 Personen) oder mit dem Reisebus. Alles eine Frage des Geldes.

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